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Ausbilder der Flinken Pfoten & Interessierte besuchen die “Happy Dog Tour 2009" - in Stuttgart
Günther Bloch und Dr. Udo Gansloßer waren die diesjährigen Referenten
der Happy Dog Tour 2009, welche auch Halt in Stuttgart machte.
Dagmar machte uns auf dieses „Schnäppchen“ aufmerksam und besorgte dann sogar die Karten für uns alle (vielen Dank nochmals!).
Diese Gelegenheit wurde natürlich von den „Flinken Pfoten“, Anhängern und Interessierten genutzt, u.a., um sich (weiter-)zu bilden.
Alle machten sich – in Fahrgemeinschaften - am Mittwoch, den 06. Mai, auf den Weg nach Stuttgart-Bad Cannstatt.
Karin hatte dann auch für alle Plätze „erjagt“ und netterweise reserviert.
Man traf hier viele bekannte Gesichter und tauschte sich auch in der Pause angeregt aus.
Dr. Udo Gansloßer war kurzfristig für Perdita Lübbe eingesprungen, welche sich derzeit von ihrem Unfall erholt.
Udo Gansloßer ist Privatdozent für Zoologie an der Universität Greifswald.
Seit mehreren Jahren betreut er zunehmend mehr Forschungsprojekte über Hunde, seien es Haus- oder Wildhunde-Artige.
Dabei geht es vor allem um Fragen von Sozialbeziehungen und sozialen Mechanismen, Erkenntnissen über Hormone,
Substanzen im Körper, deren Wirkung und Vorkommen – vor allem auch bei trächtigen Hündinnen und Ihren Welpen.
Seine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit sozialen Mechanismen im Zusammenhang von Naturschutz und Zuchtmanagement.
Er ist Mitglied einiger Gremien der Europäischen Zoo Assoziation EAZA und führt regelmäßig Kurse in Verhaltensbiologie und Tiergartenbiologie durch.
Derzeit übt er neben diversen Unterrichts- und Seminartätigkeiten, Beratungen für Zoos und Tierparks aus
und ist Autor und Übersetzer von zoologischen Schriften.
Seit WS 2006/07 ist er Privatdozent für Zoologie am Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald
und seit SS 2007 auch Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena.
Udo G. hielt dann einen wirklich interessanten, aufschlussreichen, auch humorvollen Vortrag über „Welpen und Junghunde,
Tendenzen erkennen und wie Verhaltensweisen bzw. wie „Quaraktere“ entstehen.
Bereits im Welpen- und Junghundealter lässt sich bei genauem Hinsehen erkennen, in welche Richtung sich ein Hund
( bzw. Vierbeiner überhaupt ) entwickeln kann – und wird.
Ebenso werden durch das - bewusste oder unbewusste - Da-zu-tun des Menschen Verhaltensweisen beeinflusst.
Wie diese Verhaltensweisen - bereits während der Trächtigkeit einer Hündin - konkret entstehen und verstärkt
oder „entschärft“ werden können, war dann u.a. Inhalt des Abendvortrages.
Ein klasse Vortrag meiner Meinung nach für jeden – Neu-/Alt-/potentiellen – Hundebesitzer und Ausbilder.
Ich habe hier Frau Lübbe nicht vermisst.
Dann folgte Günther Bloch, bekannt aus zahlreichen TV- und Radiosendungen,
sowie Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und als Autor zahlreicher Fachbücher (die er für uns auch mitgebracht und auf Wunsch signiert hatte).
Gemeinsam mit wissenschaftlichen Projektberatern untersucht und erforscht er bereits seit über zehn Jahren das Verhalten von Hundeartigen (Canidae).
Diese eigenen Forschungsergebnisse erlauben Ihm vor allem, die biologische Seite des Haushundes besser zu verstehen
und jedem Hundehalter näher zu bringen.
Die Vermittlung der tatsächlichen Grundbedürfnisse des Haushundes liegt ihm besonders am Herzen.
Sein Vortrag und die Filme bzw. Ausschnitte/Situationen aus diesen über
„Wolfseltern und Ihre Vorbildfunktion für den Nachwuchs“ waren für mich echt ein Highlight.
Spannende, lehrreiche, sowie absolut aktuelle Erkenntnisse aus 16 Jahren Verhaltensforschung an Wölfen
in freier Wildbahn wurden an uns in lockerer und amüsierender Art und Weise weitergegeben.
Der besondere Schwerpunkt lag beim Gruppenverhalten in Kaniden-Familienverbänden.
So konnte jeder erfahren, wie es sich tatsächlich verhält, mit den Dominanz-(oder, nicht?!)Beziehungen zwischen Wolfseltern,
Welpen, “Schnöseln“ und Jungtieren.
Für mich war dies ein sehr interessanter, lehrreicher, lohnender, aber wirklich auch lustiger Abend
(besonders für mich, da Günther nicht nur ein gewandter, mitreissender Redner ist,
sondern für mich auch in heimischem Dialekt witzelte).
Das hat sich gelohnt - hoffentlich kann ich nächstes Jahr wieder dabei sein!
Bericht von Christina Terheggen-Zillessen
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