Flinke Pfoten   HV Gäufelden e.V.
 
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  Fährtenarbeit  
 
Die Fährtenarbeit an sich kommt aus dem VPG- (Schutzhundesport). Der Hund verfolgt mit tiefer Nase (Schnüffel am Boden) die Spur, die vorher sein Mensch oder ein Dritter gelegt hat. Er orientiert sich an der 'Bodenzerstörung' und unserem 'Individualgeruch' (das sind Hautpartikel, die wir laufend verlieren). Die Prüfungsordnung vom VDH verlangt weiterhin das Verweisen von Gegenständen (kleine Teile aus Textilien, Leder, Kunstleder oder Holz), die vom Menschen beim Legen der Fährte hinterlassen werden (Identifikation; denn den sonstigen Müll muss er ignorieren).

Das Ende der Fährte kann unser Hund nur erreichen, wenn er hochkonzentriert arbeitet. Er muss ein breites Spektrum von 'Gelände' kennen: saftige und dürre Wiese, Äcker- mit und ohne Bewuchs, sogar ein Stoppelfeld ist für einen erfahrenen Fährtenhund kein unüberwindbares Problem.

Der Hund lernt das Suchen in allen Jahreszeiten. Im Frühjahr ist die beste Zeit für den Trainingsbeginn, weil alles im Wachstum ist und wir beim Laufen über eine Wiese sozusagen eine 'Autobahn' für ihn hinterlassen. Je nach Jahreszeit, Vegetation und Wetter variiert der Geruch und alles sollte er kennenlernen. Ein Fährtenhund muss unter anderem bei einer FH-Prüfung die Spur des Fährtenlegers von der eines Anderen (die sogenannte Verleitung) unterscheiden.

Die Nasenarbeit liegt den Hunden und macht ihnen viel Freude. Eigentlich können sie schon alles. Unsere Aufgabe ist ihnen klarzumachen was wir von ihnen erwarten. Das ist zeitaufwändig und erfordert von uns Menschen (Hundeführer wie auch Trainer) konzequentes Arbeiten. Das beste Ergebnis für uns ist, wenn ein eingespieltes Hund/Mensch-Team erfolgreich den Fährtenverlauf verfolgen kann.

Aller Anfang ist schwer. Wir setzen Futter (besonders gute Leckerli, Wurst, Käse) ein um den Hund zu motivieren und irgendwann ist er soweit, dass er nur des Fährtens wegens arbeitet. Wir dürfen diese Arbeit nicht unterschätzen; unser Hund bringt im Rahmen seiner Fähigkeiten Höchstleistungen.
 
     
 
   

Letzte Änderung: 30.06.2011