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Fährtenarbeit |
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Die Fährtenarbeit an
sich kommt aus dem VPG- (Schutzhundesport). Der Hund verfolgt
mit tiefer Nase (Schnüffel am Boden) die Spur, die
vorher sein Mensch oder ein Dritter gelegt hat. Er orientiert
sich an der 'Bodenzerstörung' und unserem 'Individualgeruch'
(das sind Hautpartikel, die wir laufend verlieren). Die
Prüfungsordnung vom VDH verlangt weiterhin das Verweisen
von Gegenständen (kleine Teile aus Textilien, Leder,
Kunstleder oder Holz), die vom Menschen beim Legen der
Fährte hinterlassen werden (Identifikation; denn
den sonstigen Müll muss er ignorieren).
Das Ende der Fährte kann unser Hund nur erreichen,
wenn er hochkonzentriert arbeitet. Er muss ein breites
Spektrum von 'Gelände' kennen: saftige und dürre
Wiese, Äcker- mit und ohne Bewuchs, sogar ein Stoppelfeld
ist für einen erfahrenen Fährtenhund kein unüberwindbares
Problem.
Der Hund lernt das Suchen in allen Jahreszeiten. Im Frühjahr
ist die beste Zeit für den Trainingsbeginn, weil
alles im Wachstum ist und wir beim Laufen über eine
Wiese sozusagen eine 'Autobahn' für ihn hinterlassen.
Je nach Jahreszeit, Vegetation und Wetter variiert der
Geruch und alles sollte er kennenlernen. Ein Fährtenhund
muss unter anderem bei einer FH-Prüfung die Spur
des Fährtenlegers von der eines Anderen (die sogenannte
Verleitung) unterscheiden.
Die Nasenarbeit liegt den Hunden und macht ihnen viel
Freude. Eigentlich können sie schon alles. Unsere
Aufgabe ist ihnen klarzumachen was wir von ihnen erwarten.
Das ist zeitaufwändig und erfordert von uns Menschen
(Hundeführer wie auch Trainer) konzequentes Arbeiten.
Das beste Ergebnis für uns ist, wenn ein eingespieltes
Hund/Mensch-Team erfolgreich den Fährtenverlauf verfolgen
kann.
Aller Anfang ist schwer. Wir setzen Futter (besonders
gute Leckerli, Wurst, Käse) ein um den Hund zu motivieren
und irgendwann ist er soweit, dass er nur des Fährtens
wegens arbeitet. Wir dürfen diese Arbeit nicht unterschätzen;
unser Hund bringt im Rahmen seiner Fähigkeiten Höchstleistungen.
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