Vielseitigkeitsausbildung
(früher: Schutz- und Gebrauchshundeausbildung)
Dieser Ausbildungsbereich ist der Älteste. Er geht
auf den Anfang des 20.Jahrhunderts zurück, als
auch Privatleute anfingen für den eigenen Schutz
Hunde auszubilden. Diese Hundefreunde fanden sich in
Vereinen zusammen, die sie dann auch folgerichtig "Polizei
und Schutzhunde Verein......" genannt haben. Diese
Tradition der Hundeausbildung wurde auch nach dem 2.Weltkrieg
fortgesetzt. Im Laufe der Zeit hat sich aber das Bild
des Schutzhundes in den Vereinen sehr stark gewandelt.
Es kam in den abzulegenden Prüfungen immer mehr
darauf an, daß der Hund exakt arbeitet und damit
für einen Leistungsrichter bewertbar wurde. So
wurde aus dem ehemaligen Schutzhund ein reiner Sporthund.
Die Anforderungen stiegen und heute ist die Vielseitigkeitsprüfung
für Gebrauchshund eine der schwersten überhaupt.
Die Vielseitigkeitsprüfung besteht
aus drei Teilen. Im ersten Teil muss der Hund eine vom
Menschen ausgelegte Spur „Fährte“ verfolgen
und verschiedene vorher ausgelegte Gegenstände
anzeigen „verweisen“.
Im zweiten Teil muss der Hund bestimmte, in der Prüfungsordnung
vorgegebene, Übungen, wie Sitz, Platz, Fuß,
Apportieren von Gegenständen und Sprünge über
Hürde und Steilwand korrekt ausführen.
Im dritten Teil und spannendsten Teil muss der Hund
einen Täter „Helfer“ aufspüren.
Er muss ihn bewachen, Fluchten verhindern und Angriffe
auf den Hundeführer vereiteln.
|